Nasenpiercing

NasenpiercingDas Nasenpiercing ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Piercing im Nasenbereich. Das Nasenpiercing ist in unterschiedlichen Variationen ausführbar und kann dabei sowohl in den Nasenflügeln, als auch in Nasenscheidewand, Nasenrücken oder Nasenspitze angebracht werden.

Das Nasenpiercing im Nasenflügel wird dabei als Nostril-Piercing bezeichnet. Es zählt zu den am weitesten verbreiteten Nasenpiercings überhaupt und kann auf eine lange Kulturgeschichtliche Relevanz zurückblicken. Das Piercing in der Nasenscheidewand wird als Septum-Piercing bezeichnet, wobei der Einstich in das Gewebe unterhalb des Nasenscheidewandknorpels erfolgt. Auch diese Variante des Nasenpiercing hat seit Jahrhunderten einen hohen kulturellen Stellenwert. Auch das Nasallang, ein durch beide Nasenflügel und die Nasescheidenwand gestochenes Nasenpiercing, ist von kultureller Bedeutung, brachte es doch die kriegerische Tapferkeit indischer Krieger zum Ausdruck. Eine Entdeckung der Neuzeit sind hingegen das Bridge Piercing, bei dem der Einstichkanal waagerecht am oberen Ende des Nasenrückens platziert wird und das Austin Bar Piercing, bei dem der Piercingschmuck in der Nasenspitze getragen wird.

Je nach Ort des Nasenpiercings ist diese Form der Körperverzierung mit mehr oder minder großen Risiken verbunden. Die wohl gängigste Variante ist das Nasenflügelpiercing, wohingegen das Austin Bar und Bridge Piercing eher selten anzutreffen sind. Überdies zählt das Bridge Piercing zur gefährlichsten Variante des Nasenpiercings, da es bei stetigem Druck auf den Ansatz des Nasenbeins zu Beschädigungen wichtiger Gesichtsnerven kommen kann. Die Heilungszeiträume unterscheiden sich ebenfalls sehr stark voneinander. Während das Austin Bar-, das Nasallang Piercing und das Septumpiercing in der Regel nach zwei bis drei Monaten verheilt sind, dauert es beim Bridge- und Nostril-Piercing nur vier bis sechs Wochen, bis eine vollständige Heilung erfolgt ist. Sämtliche innerhalb der Nasenlöcher befindlichen Nasenpiercings können dabei zu Irritationen beim Schnäuzen führen und werden von ihren Trägerinnen und Trägern mitunter als störend empfunden.

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