Madonna-Piercing

Madonna-Piercing

(Foto: Sara Marx / CC BY 2.0)

Das Madonna-Piercing ist ein seitlich über der Oberlippe gestochenes Labret-Piercing. Diese Abwandlung der Piercingvarianten im Bereich der Lippen wird auch als Chrome Crawford oder Monroe-Piercing bezeichnet. Die spezielle Bezeichnung verdankt das Labret-Piercing von ihren berühmten Namensgeberinnen: Der Sängerin Madonna, der Schauspielerin Marilyn Monroe und dem Model Cindy Crawford. Alle tragen, bzw. trugen einen Schönheitsfleck oberhalb der Oberlippe, der durch dieses Piercing imitiert wird. Entstanden ist das Madonna-Piercing etwa in der Mitte der 90er Jahre. Die Bassistin der Band Coal Chamber, Rayana Foss-Rose ließ sich dieses Piercing stechen, wodurch seine Beliebtheit kontinuierlich wuchs. In den vergangenen Jahren hat es sich zum echten Trend-Piercing entwickelt und ist seither nicht nur bei zahlreichen Prominenten, sondern auch bei vielen Piercing-Fans, überwiegend weiblichen Geschlechts, zu sehen.

Der historische Ursprung des Madonna-Piercings geht hingegen deutlich weiter in die Zeitepoche zurück.  Die Matis, eine ethnische Gruppe in Brasilien, trugen schon seit jeher traditionell zahlreiche Piercingvarianten im Gesichtsbereich. Unter anderem auch Stifte, bzw. Pflöcke, die dort durch den Mundbereich gestochen wurden, dort wo die Oberlippe mit dem Zahnfleisch zusammentrifft. Die Lage des ursprünglichen Madonna-Piercings ist daher deutlich höher, als das heutige. Das Madonna-Piercing befindet sich kurz über dem Lippenrot in Richtung Mundwinkel. Als Schmuckstücke kommen überwiegend Labret-Stecker, so genannte Labret-Studs zum Einsatz. Bis die Wunde verheilt ist dauert es dabei rund 4 bis 7 Wochen, wobei Komplikationen wie Entzündungen die Heilungsdauer deutlich verlängern können. Oft kommt es nach dem Stechen des Piercings zu deutlichen Schwellungen, da der Stichkanal direkt durch das Muskelgewebe verläuft. Durch Kühlung ist diesen Schwellungen jedoch schnell beizukommen.

Madonna-Piercing stechen – so sieht’s aus:

Schreibe einen Kommentar