Conch-Piercing

Conch-Piercing

(Foto: Christy 747 / CC-BY-SA 3.0)

Das Conch-Piercing bezeichnet eine Variante des Ohrschmucks. Der Begriff „Conch“ wird dabei vom englischen Wort für „Trompetenschnecke“ abgeleitet und deutet auf die Lage des Piercings in der Ohrmuschel hin. Im Gegensatz zum verbreiteten Durchstechen des Ohrlochs bildet das Conch-Piercing dabei eine seltenere Variante des Ohrschmucks. Früher diente das Piercing hauptsächlich der Stammesidentifikation und Glaubenssymbolik südpazifischer, kongolesischer und indischer Volksstämme. Heute ist diese Ohrschmuckform überwiegend bei dem indischen Volksstamm der Sadhu zu finden, bei dem besonders große Ohrringe im Rahmen der Kanphati als Glaubensbekenntnis in die Ohrmuschel eingebracht werden.

Conchpiercing

(Foto: Nicor / CC-BY-SA 3.0)

Als Variante für das Conch-Piercing sind zwei Formen gängig. Zum einen das Durchstechen der inneren Ohrmuschel, bei dem das Piercing in der Mulde der mittleren Ohrmuschel sitzt. Zum anderen das Durchstechen der äußeren Ohrmuschel, oberhalb dieser Mulde. Die Durchführung dieser Piercing-Variante erfolgt wie bei allen anderen Piercings auch. Zunächst wird die Einstichstelle desinfiziert und nach dem Setzen einer Markierung mit einer speziellen Nadel durchstochen, um dann das Schmuckstück zu platzieren. Die Schmerzhaftigkeit für Piercings, die durch Knorpelgewebe gestochen werden ist in der Regel höher, als bei Piercings, die lediglich durch Haut und Fettgewebe gehen. Da das Knorpelgewebe an diesen Ohrstellen jedoch deutlich dicker ist, als beispielsweise an den Ohrkanten, wird das Conch-Piercing als weniger störend empfunden und heilt im Vergleich zu anderen Piercings relativ schnell ab. Komplikationen können, müssen aber nicht auftreten. Generell besteht immer die Gefahr einer Entzündung und einer daraus resultierenden Ausbreitung der Infektion auf den Gesichtsnerv. Antibiotische Salben sollten diese Komplikation jedoch minimieren. Auch das Hörempfinden kann sich durch ein Conch-Piercing verändern, da der Schmuck in der Ohrmuschel den Schalleinfall verändert. Ebenso kann das Schmuckstück, bzw. seine Komponenten dazu führen, dass Ohrhörer als unangenehm empfunden werden, da sie das Piercing stetig an die Kopfhaut drücken, was im Übrigen auch beim nächtlichen Aufliegen auf der gepiercten Ohrseite beobachtet werden kann.

Conch-Piercing stechen – so sieht’s aus:

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